Direkt zum Inhalt springen

Siedlungsabfälle

Im Jahr 2016 fielen im Kanton Thurgau 100 500 t brennbare, nicht verwertbare Siedlungsabfälle (Kehricht) an. Rund 40 350 t (40 %) stammten aus dem öffentlichen Sammeldienst, 60 900 t (60 %) sind Direktanlieferungen aus Betrieben und von Privaten. 74 % wurden in der Kehrichtverwertungsanlage (KVA) Thurgau in Weinfelden thermisch verwertet, 25 % in der KVA Bazenheid und gut 1 % in der KVA St. Gallen. Die Mengen aus dem öffentlichen Sammeldienst gingen von 2014 auf 2015 um ca. 9 % zurück.

Die Pro-Kopf-Mengen des Kehrichts aus dem öffentlichen Sammeldienst betrugen in den Jahren 2015 und 2016 etwa 149 kg/Person. Dies entspricht einer Reduktion von 17 kg/Person (–10 %) gegenüber 2014. Die Menge der Direktanlieferungen schwankt von Jahr zu Jahr und betrug 2016 226 kg/Person.

Kehrichtzusammensetzung

Laut der 4. Untersuchung der Kehrichtzusammensetzung durch das BAFU werden immer noch rund 32% biogene Abfälle im Kehrichtsack entsorgt, die Hälfte davon sind Lebensmittel, die grösstenteils noch konsumierbar sind. Auch Papier und Karton landet noch zu oft im Kehrichtsack, sie machen 17% eines Sackes aus.

Entwicklung der Pro-Kopf-Siedlungs-Abfallmengen im Thurgau

kg/Ew/J 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2016
Kehrichtsammeldienst 170 165 172 174 182 167 166 149
Direktanlieferungen 185 195 209 236 219 218 211 226
Total Kehricht 355 360 381 410 401 385 377 375