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Bauen auf chem. belastetem Boden

Bei vielen Bauvorhaben besteht die Gefahr, dass belasteter Boden unkontrolliert verschoben wird. In der Folge können bisher nicht oder nur wenig verunreinigte Standorte belastet werden. Die seit den 1990er Jahren als fester Bestandteil der Baugesuchs-Unterlagen erforderliche Deklaration Erdarbeiten 2016 [pdf, 190.76 KB] soll sicherstellen, dass dies nicht geschieht.
Ursachen für Bodenbelastungen gibt es viele. So können frühere Nutzungen als Rebberg, die Nachbarschaft zu Strassen und Industrieanlagen oder die langjährige Nutzung als Schrebergarten zu erhöhten Schadstoffgehalten geführt haben. Das Amt für Umwelt überprüft Baugesuche mit Hilfe der Hinweiskarte Bodenbelastungen (HKB) im ThurGIS-Viewer im Thema Umweltschutz, auf konkrete Belastungshinweise. Wann hierzu Untersuchungen erforderlich sind, ist im Vollzugskonzept qualitativer Bodenschutz [1.04 MB] geregelt.

Der Umgang mit ausgehobenem Boden ist in der Wegleitung Bodenaushub des Bundes (BUWAL 2001) vorgegeben. Schwach belasteter Bodenaushub mit Schadstoffgehalten unterhalb des Prüfwertes der VBBo darf vor Ort wieder angelegt werden. Stark belasteter Bodenaushub mit Schadstoffgehalten darüber sowie überschüssiger schwach belasteter Boden müssen in einer dafür zugelassenen Deponie (Typ B oder E) entsorgt werden. (siehe Grafik)