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Überwachung Flliessgewässer

Monitoring
Das Kantonsgebiet wurde zur Überwachung in die Einzugsgebiete Murg, Thur und Bodensee eingeteilt. Jedes Jahr werden in einem dieser Teilgebiete an rund 40 Stellen im Monatsrhythmus Wasserproben entnommen und auf die chemischen Wasserinhaltsstoffe untersucht. Die Resultate werden jeweils zusammengefasst und in einer Tabelle publiziert.

Folgeuntersuchungen
Wird ein Gewässer aufgrund des Monitorings als ungenügend beurteilt, werden diese im Folgejahr einer Folgeuntersuchung unterzogen, mit dem Ziel die Ursachen der Gewässerbelastung festzustellen und zu beseitigen.

Zur Überwachung der Fliessgewässer der Thurgauer Fliessgewässer werden folgende Methoden angewandt:

Chemische Methoden
Chemische Analysen können bestimmte Stoffe in einer Wasserprobe nachweisen und dessen Konzentration bestimmen. Das Resultat dieser Untersuchungen ist eine Momentaufnahme. Sie sagt aus, wie viel einer spezifischen Substanz  zum Zeitpunkt der Messung im Wasser war. Mit dieser Methode werden beispielsweise Nährstoffe wie Ammonium oder Phosphat und Pflanzenbehandlungsmittel im Wasser nachgewiesen und bestimmt.

Biologische Methoden
Für eine biologische Beurteilung werden z.B. im Gewässer lebende Kieselalgen oder Wirbellose bestimmt. Mit der Zusammensetzung der nachgewiesenen Arten lässt sich die Gewässerqualität festlegen, da einzelne Arten auf sehr sauberes Wasser angewiesen sind, während andere Arten bei weniger sauberem Wasser noch vorkommen. Zum Beispiel ist das dominante Vorhandensein von Zuckmücken oder Egeln ein Zeichen für eine schlechte Wasserqualität .

Biologische Methoden können nachweisen, dass ein Gewässer belastet ist. Sie machen aber keine Aussage über die Ursache der Belastung. Zudem spiegeln sie die Wasserqualität über einen längeren Zeitraum.

Modul-Stufen-Konzept
Für eine umfassende Gewässerbeurteilung ist, wie obige Beschriebe nahe legen, eine Kombination aus biologischen, chemischen und physikalischen Beurteilungsmethoden zweckmässig. Das Bundesamt für Umwelt hat unter Mitarbeit der Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz (EAWAG) und der Kantonalen Gewässerschutzfachstellen das Modul-Stufen-Konzept entwickelt, mit dem die Gewässer in den Bereichen Hydrologie, Ökomorphologie, Biologie, Wasserchemie und Ökotoxikologie beurteilt werden können und so Defizite erkennen lässt.