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Grundwassermodell Thurtal

Die Thur spielt bei der Grundwasserneubildung im Thurtal eine entscheidende Rolle. Der Grundwasserstrom im Thurtal ist für die Versorgung des Kantons mit Trink- und Brauchwasser wichtig: 12 grosse und gegen 250 kleinere Fassungen fördern jährlich 12 Mio. Kubikmeter Grundwasser. Dies deckt den Trinkwasserbedarf von rund 100'000 Menschen.

Hochwasserschutzmassnahmen an der Thur verändern die Wasserführung der Thur und beeinflussen damit die Grundwasserneubildung. Um negative Auswirkungen der Massnahmen auf die Versorgungssicherheit nach Möglichkeit auszuschalten, wurde das Grundwassermodell Thurtal entwickelt. Es ermöglicht Aussagen zur Gesamtwasserbilanz, zum Fliessverhalten des Grundwasserstroms und zur Lage des Grundwasserpegels bei gegebenen Wassermengen resp. mit Wasser ständig bedeckten Flächen und damit zur Grundwasserneubildung.

Eingesetzt wird das Grundwassermodell zur Erarbeitung von Massnahmen im Rahmen der Hochwasserschutzprojekte im Thurtal, bei der Bewilligung von Neukonzessionierungen von Grundwasserentnahmen sowie bei Bewilligungen oder Konzessionen für Einbauten ins Grundwasser, wie beispielsweise bei Wärmenutzungen. Ausserdem liefert es Informationen für Sanierungsprojekte bei Altlasten.
 
Das Grundwassermodell Thurgau wird im Band 63 der Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft des Kantons Thurgau beschrieben. Ein Flyer fasst das Wichtigste zusammen, er kann unter umwelt.afuNULL@tg.ch bestellt werden.