Direkt zum Inhalt springen

Bau von Antennen

Mobilfunkantennen sind baubewilligungspflichtig. Vor der öffentlichen Auflage sind entsprechende Gesuche dem Kanton einzureichen. Das Amt für Umwelt prüft die Einhaltung der Grenzwerte. Das Amt für Raumentwicklung koordiniert zudem bei Projekten ausserhalb der Bauzone die Antennenstandorte. Nach Vorliegen der kantonalen Stellungnahmen entscheidet die Gemeindebehörde.

Jedes Gesuch für den Bau einer solchen Anlage muss ein detailliertes Standortdatenblatt nach Vollzugsempfehlung zur NISV vom Juni 2002 enthalten. Dieses wird sorgfältig überprüft. Die Baubewilligung darf nur erteilt werden, wenn die Prüfung ergeben hat, dass die Grenzwerte eingehalten sind. Je nach Höhe der Belastung werden Abnahmemessungen nach Errichtung der Anlagen verlangt. Im 2015 waren 202 aktive Antennenanlagen installiert. Sie werden laufend überwacht. 2015 wurde 3 Mal eine Überschreitung der Sendeleistung festgestellt (aus dem Geschäftsbericht Thurgau 2015).
Jedes Gesuch für Funkanlagen (Mobilfunk, Rundfunk, Amateurfunk, Betriebsfunk etc.), ob inner- oder ausserhalb von Bauzonen, muss vom Amt für Umwelt bezüglich der nichtionisierenden Strahlung geprüft werden. Die Gemeinden müssen daher alle derartigen Gesuche dem Kanton zur Prüfung weiterleiten.

Der Vollzug für die übrigen Anlagen wie Stromversorgung, Bahnanlagen etc. liegt bei Bundesstellen. Gemeindebehörden und Bevölkerung erhalten beim Amt für Umwelt, Abteilung Luftreinhaltung, bei Bedarf Auskunft über nichtionisierende Strahlung. Alle aktuellen Vollzugshilfen, Messempfehlungen, Datenblätter und Informationsmaterialien zu allen Arten von Antennen sind unter dem folgenden Link downloadbar:

Merkblätter, Vollzugshilfen, Information des Bundes    alle Vollzugshilfen ab Seite des BAfU