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Revitalisierung

Unter Revitalisierung versteht man die Gesamtheit der Massnahmen, mit denen eine durch menschlichen Einfluss veränderte Landschaft ökologisch aufgewertet wird. Bei einer Gewässerrevitalisierung sollen die natürlichen Funktionen eines verbauten, korrigierten, überdeckten oder eingedolten oberirdischen Gewässers mit baulichen Massnahmen wiederherstellt werden.

Rund 4‘000 km der Schweizer Fliessgewässer sind stark verbaut und in einem schlechten Zustand. Ein Viertel dieser Fliessgewässer sollen in den kommenden Jahren unter Berücksichtigung des Nutzens für Natur und Landschaft im Verhältnis zum voraussichtlichen Aufwand revitalisiert werden. Dies ist eine Aufgabe für mehrere Generationen, es wird mit einer Umsetzungsdauer von 80 Jahren gerechnet.

Von den 1931 km Fliessgewässern im Thurgau befinden sich 758 km in einem schlechten Zustand. In den nächsten 80 Jahren sollen entsprechend 189 km revitalisiert werden. Die 2015 erstellte Revitalisierungsplanung bezieht sich auf einen Zeitraum von 20 Jahren und ist periodisch (alle 12 Jahre) zu überprüfen und zu aktualisieren. In diesen 20 Jahren sollen 47 km Fliessgewässer revitalisiert werden. 

Primär sollen in den kommenden 80 Jahren die Gewässerabschnitte revitalisiert werden, welche einen grossen oder mittleren Nutzen für Natur und Landschaft im Verhältnis zum voraussichtlichen Aufwand aufweisen.

Nutzen/Kosten Verhältnis Revitalisierungen

Nutzen für Natur und Landschaft im
Verhältnis zum voraussichtl. Aufwand

Anzahl
Abschnitte
Länge
in km

Länge in
Prozent

kein Nutzen / nicht bestimmt 1'977 191 10 %
geringer Nutzen 9'180 1'090 56 %
mittlerer Nutzen 3'373 470 24 %
grosser Nutzen 987 180 9 %

Von den Fliessgewässern im Kanton Thurgau weisen 180 km einen grossen, 470 km einen mittleren Nutzen für Natur und Landschaft im Verhältnis zum voraussichtlichen Aufwand auf.