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Gewässerraum

Seit Januar 2011 sind im Gewässerschutzgesetz (GSchG, SR 814.20) des Bundes neue Bestimmungen zu Gewässerraum und Revitalisierung bei Gewässern in Kraft. Die Kantone sind verpflichtet, den Raumbedarf der oberirdischen Gewässer (= Gewässerraum) festzulegen. Dabei sind gemäss Artikel 36a GSchG die natürlichen Funktionen der Gewässer, der Hochwasserschutz sowie die Gewässernutzung zu berücksichtigen.
Der Artikel 41a der Gewässerschutzverordnung (GSchV, SR 814.21) definiert die minimale Breite des Gewässerraums für Fliessgewässer in Abhängigkeit der natürlichen Gerinnesohlenbreite.
Gemäss den Vorgaben von Art. 36a GSchG sorgen die Kantone dafür, dass der Gewässerraum bei der Richt- und Nutzungsplanung berücksichtigt wird. (zu den Info des BAFU zum Thema Gewässerraumausscheidung)

Um die Gewässerraumbreite in der Nutzungsplanung festlegen zu können, muss zuerst die erforderliche Breite des Gewässerraums ermittelt werden. Die rechnerische Festlegung des Raumbedarfs, basierend auf den Vorgaben des Bundes in der GSchV wurde für alle Fliessgewässer im Kanton Thurgau mittels GIS-Analyse bestimmt. Die minimale Gewässerraumbreite wird als Zahl zum jeweiligen Gewässerabschnitt angegeben. Die Angaben erfolgen nicht parzellengenau. Die Genauigkeit liegt im Massstabsbereich eines Übersichtsplans. Die Ergebnisse der GIS-Analyse dienen den Gemeinden als Grundlage für die Nutzungsplanung und als Instrument zur Prüfung von Bau- und Planungsgesuchen. Die raumplanerische Festlegung des Gewässerraums erfolgt mittels Gewässerraumlinien. Die Gewässerräume sind schweizweit bis 2018 behördenverbindlich festzulegen.

Arbeitsschritte zur Festlegung des Gewässerraums: