Direkt zum Inhalt springen

Hydrometrie

Hydrometrie (von griech.: hydros = Wasser; Metron = Mass) nennt man die mengenmässige (quantitative) Erfassung des Wasserkreislaufes. Die Hydrometrie erhebt Daten aus den Oberflächengewässern, dem Grundwasser und dem Niederschlag, wertet sie aus und stellt sie dar. Diese Daten sind über www.hydrodaten.tg.ch abrufbar.

Warum misst man diese Daten?

Erst die ununterbrochene Beobachtung von Wasserstand und Abfluss (bei Oberflächengewässern zum Beispiel) lässt langfristige Änderungen erkennen und die Wahrscheinlichkeit großer Hochwasser ermitteln. Wasserstand und Abfluss werden an sogenannten Pegeln gemessen. Daraus werden mit Hilfe der Statistik Jährlichkeiten ermittelt, welche die Kennwerte des jeweiligen Gewässers bilden.
Die hydrometrischen Daten ermöglichen aber nicht nur die Abschätzung von Hochwässern, vielmehr ist nur dank dieser Daten eine nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung der Ressource Wasser möglich.

Das kantonale Messnetz

Das kantonseigene Messnetz hat eine historische Entwicklung erfahren, wurde aber auch in Ergänzung zu den Messstationen des Bundes (Bundesamt für Umwelt, MeteoSchweiz) angelegt. Es umfasst zur Zeit:

Die im Kanton Thurgau existierenden Datenreihen gehen zum Teil bis ins Jahr 1954 zurück. Noch ältere Daten liegen zum Beispiel für die Messstationen des Bundes am Bodensee vor. So wird in Berlingen der Pegel des Untersees seit dem Jahr 1886 erfasst. Zuerst an einer Messlatte, seit 1922 wird dort kontinuierlich gemessen. In Romanshorn begann man sogar bereits 1881 zu messen. Ein Grossteil der Messstellen wurde aber erst in den letzten 10 Jahren eingerichtet. Die Hydrometrieabteilung des Kantons Thurgau bearbeitet im Auftrag des Kantons Schaffhausen auch die Daten des schaffhausischen Messnetzes. Auch diese Daten sind über www.hydrodaten.tg.ch abrufbar.

Nutzung der Daten