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Bewässerungen

Aus wasserwirtschaftlicher Sicht kann Wasser für die landwirtschaftliche Nutzung nur dort zur Verfügung gestellt werden, wo Wasserentnahmen möglich sind. In der Regel besteht zwischen der Bewässerung von landwirtschaftlichen Kulturen und den Anliegen des Gewässerschuztes ein Zielkonflikt. In Trockenzeiten ist der Bedarf an Wasser zur Bewässerung am höchsten - und gleichzeitig die dazu im Gewässer zur Verfügung stehende Wassermenge am geringsten. Die Nutzung ist grundsätzlich an Auflagen und Bedingungen geknüpft und bedarf einer Konzession.

Restwassermengen sicherstellen
Das Gewässerschutzgesetz schreibt vor, dass bei Wasserentnahmen aus Gewässern immer eine bestimmte Restwassermenge im Gewässer verbleiben muss. Damit hat der Schutz der Gewässer von nachteiligen Einwirkungen Vorrang gegenüber den Interessen einer Wasserentnahme.

Gesuche / Bewilligungen / Konzessionen für Bewässerungen
Der Gesuchsteller hat den Nachweis zu erbringen, dass die Entnahme keine wesentliche Beeinflussung des natürlichen Wasserhaushalts darstellt. In der Regel wird bei der Konzessionierung die sogenannte 20%-Regel von Q347 angewendet: die Wasserentnahme aus Oberflächengewässer wird derart festgelegt, dass immer 80% der Wassermenge von Q347 im betroffenen Gewässer verbleiben (Q347 ist die Wassermenge, die unter normalen Bedingungen an 347 Tagen im Jahr im Gewässer abfliesst.).

Konzession für Bewässerungen
Eine Konzession ist erforderlich, wenn die Wassernutzung im regelmässigen Umfange vorgesehen ist. Das Konzessionsverfahren [160.10 KB] beinhaltet eine öffentliche Auflage, und das Recht ist an Bedingungen geknüpft. Das Konzessionsgesuch [118.84 KB] ist beim AfU einzureichen und muss die folgenden Angaben enthalten:

Unter Federführung des Amtes für Umwelt werden weitere betroffene Ämter zur Stellungnahme eingeladen.

Bewilligung für Bewässerungen
Für eine einmalige, zeitlich beschränkte Nutzung von Wasser z.B. zur Überbrückung einer Trockenheit, ist eine Bewilligung erforderlich. Das Gesuch wird durch das AfU in Absprache mit dem zuständigen Fischereiaufseher sowie evtl. einem Experten des BBZ Arenenberg beurteilt. Zur Beurteilung sind die folgenden Angaben erforderlich: